2026 Projekt "Wilde Häuser"
Die Sage um die wilden Häuser
Vor vielen Jahrhunderten, als die Kelten noch über die sanften Hügel am Glauberg herrschten,
war das Wolfsbachtal kein vergessener Ort, sondern ein heiliger.
Inmitten des dichten Waldes, verborgen zwischen dunklem Gestein und flüsternden Bäumen,
erhoben sich die Wilden Häuser – uralte Basaltsäulen, die wie Türme aus einer anderen Welt wirkten.
Man sagte, sie seien nicht von Menschenhand geschaffen, sondern aus der Erde geboren,
als Zeichen der Göttin Freya, der Schutzherrin von Freiheit, Natur und Weiblichkeit.
Sie schenkte diesen Ort den „Freien“, einer keltischen Frauengemeinschaft, die außerhalb der Stämme lebte – heilerisch, wild und stolz.
Doch die Freiheit dieser Frauen war vielen ein Dorn im Auge. Immer wieder versuchten fremde Männer, die Wilden Häuser zu betreten,
um sich ihr Wissen, ihre Kraft oder ihre Schätze anzueignen.
Doch jedes Mal scheiterten sie – ihre Pferde scheuten, ihre Karten zerfielen im Regen, und der Wald verschlang ihre Spuren.
Eines Nachts soll ein besonders gieriger Fremder den Felsen zu nahe gekommen sein.
In der Hoffnung, einen verborgenen Schatz zu finden, berührte er einen der dunklen Basaltpfeiler.
Im selben Moment begann die Erde zu beben.
Die Säulen glühten im Mondlicht und aus dem Gestein traten Gestalten in weißen Gewändern – stumm, würdevoll und furchteinflößend.
Der Mann floh in Panik und wurde nie wieder gesehen. Am Waldrand fand man nur ein zerfleddertes Kartenspiel – seine letzte Spur.
Seitdem sagt man: Wer die Wilden Häuser mit Habgier oder Spott betritt, wird vom Wald verschluckt.
Doch wer kommt, um zu lauschen, zu lernen oder zu heilen, der findet dort vielleicht mehr, als er je zu hoffen wagte.
Und so ruhen die Wilden Häuser bis heute – fast vergessen, vom Wald überwuchert, doch lebendig im Herz derer,
die noch an die alten Geschichten glauben.
Am 30.05.2026 wurde der Dornröschenschlaf der Wilden Häuser von Bindsachsen beendet. Die Schönheit der "Geologischen Vulkansteinformation" ist von nahem wieder zu bewundern.
Es werden weitere Aufräumaktionen in den kommenden Wochen stattfinden.
Die Steine müssen geputzt werden und natürlich auch ein sicherer Rundgang errichtet werden.
Bilder/Text/Video: Jens Müller
Der Videorundgang vom Juni 2026 um die Wilden Häuser,
eine Gesteinsformation im Wald von Bindsachsen, unweit vom Waldlehrpfad und beschildert.
Betreten auf eigene Gefahr
und laut Sage ist das für Männer gefährlicher als gedacht ... also vorsichtig nähern ... man weiß ja nie :)
Video: Jens Müller (NABU)
Musik: Mystik

Am 09.07.2026 wurde vor dem Vulkangestein ein Namensschild WILDE HÄUSER" (Metall 1,50m breit) aufgestellt.
Möge schön rostig werden und möge es viele Besucher anlocken sich die Steinformation genauer zu betrachten.
Bild: Jens Müller





