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Naturkundliches Informations- und Ausstellungszentrum

  • im Kellerraum des DGH eröffnet am 29.Juni 1980
  • im ehemaligen Schulsaal im DGH eröffnet am 17. Oktober 1993


Die zahlreichen Anschauungsmaterialien und Demonstrationsobjekte im Besitz unserer Natur- und Vogelschutzgruppe waren schon sehr bald nach unserer „Wiederbelebung“ in 1973 und der damit verbundenen aktiven Arbeit zu einem richtig großen Bestand angewachsen. Sowohl für eigene Ausstellungen und Veranstaltungen als auch für die Teilnahme bei Ausstellungen befreundeter Naturschutzgruppen sowie für eine aktive Öffentlichkeitsarbeit waren zahlreiche beeindruckende Objekte entwickelt worden – vor allem unterschiedliche Nistkastenmodelle und Ausstellungsposter. Sie sollten fortan nicht nur einer einmaligen Verwendung dienen.


Außerdem war systematisch eine Präparatesammlung aufgebaut worden. Sie war zunächst in Privaträumen von Vorstandsmitgliedern untergebracht, hatte aber schnell einen derart großen Umfang angenommen, dass eine vernünftige Lösung für ihre fach- und sachgerechte Unterbringung gefunden werden musste.

 

Eine vielversprechende Möglichkeit ergab sich, nachdem der von der evangelischen Kirchengemeinde zeitweise als Freizeitraum für Jugendliche zur Verfügung gestellte Kellerraum im Dorfgemeinschaftshaus Bindsachsen (ehemaliges „Spritzenhaus“) seit längerer Zeit nicht mehr für diesen Zweck genutzt worden war und leerstand.

 

Wir beantragten daher mit Schreiben vom 20. Oktober 1979 beim Gemeindevorstand der Gemeinde Kefenrod die Nutzung dieser Räumlichkeiten als Lagerraum für unsere umfangreichen Materialien und für den Aufbau einer ständigen naturkundlichen Ausstellung. Am 12. November 1979 erhielten wir eine entsprechende Genehmigung. In den folgenden Monaten renovierten wir den Kellerraum grundlegend und richteten ihn nach unseren Vorstellungen ein. Am 29. Juni 1980 eröffneten wir dann in diesem Raum die bislang erste ständige naturkundliche Ausstellung im Wetteraukreis.

 

In der Folgezeit wurde über dieses beispielgebende Projekt vielfach in verschiedenen Zeitungen berichtet. Die Ausstellung fand sowohl bei den Bewohnern unserer eigenen Gemeinde große Resonanz und wurde auch von zahlreichen auswärtigen Interessenten (Naturschutzgruppen, Jugendgruppen, Schulklassen, Kindergartengruppen, Einzelpersonen) besucht.

 

Allerdings wurde auch dieser Raum im Lauf der nächsten 10 Jahre wiederum zu klein, so dass wir erneut auf der Suche nach zusätzlichen Räumlichkeiten waren.Glücklicherweise bot sich auch dieses Mal eine günstige Gelegenheit: der große Schulsaal im Obergeschoss des Dorfgemeinschaftshauses wurde nicht mehr für diesen Zweck genutzt, so dass wir im Februar 1989 den Antrag auf zukünftige Nutzung stellten.
 

Eine wichtige Zielsetzung war, ein Informationszentrum einzurichten, in dem sich jeder Bürger und vor allem Schüler entsprechend informieren können.Mit Schreiben vom 09. April 1991 erhielten wir dann das lange ersehnte „grüne Licht“. Eine finanziell sehr aufwendige und vor allem eine sehr arbeitsintensive Renovierung des Raumes aus eigenen Kräften folgte. Schließlich konnte – symbolisch zum 30jährigen Bestehen der Gruppe – am Sonntag, den 17. Oktober 1993, die damals bis heute einzige ständige naturkundliche Ausstellung im Wetteraukreis gemeinsam mit unserem ebenfalls neu eingerichteten Waldlehrpfad eingeweiht werden

 

Unsere Naturkundliche Ausstellung bietet heute auf etwa 75 Quadratmetern Fläche eine hoch beeindruckende Vielfalt herausragender Objekte und Präparate:

  • in mehreren Vitrinen nachgebaute Lebensräume mit einer riesigen Menge (aktuell ca. 300) von passend zugeordneten Tier- und Vogelpräparaten
  • eine reichhaltige Umweltbibliothek (viele Bildbände, Sachbücher und Bestimmungsliteratur)
  • eine Steine- und Mineraliensammlung
  • eine Nestersammlung heimischer Vogelarten
  • eine umfangreiche Flechtensammlung
  • zahlreiche Bilder, Poster und Schautafeln mit naturkundlichen Inhalten
  • beeindruckende Amphibienschaukästen
  • eine umfangreiche Diasammlung einschließlich Projektionsgeräten
  • vielfältiges Informationsmaterial
  • Demonstrationsmodelle verschiedener Nisthilfen (nach wie vor im Keller des DGH)
  • eine Sitzgruppe mit Tischen und Stühlen als Arbeitsplätze in der Jugend- und Erwachsenenbildung.


Unser Naturkundliches Informationszentrum wurde seit seiner Eröffnung 1993 – ganz so wie erwartet und erhofft – stark frequentiert.